Archiv für die 'regeln' Kategorie

Turnierwörterliste überarbeitet

Donnerstag 5. Mai 2011 von Vektor

Rechtzeitig vor der 2. Deutschen Scrabble-Meisterschaft hat der Turnierwörterlistenausschuss von SDeV einige Neuaufnahmen/Streichungen beschlossen. Die jüngst erschienene 7. Auflage des Duden-Universalwörterbuchs (UD) wurde hierbei noch nicht herangezogen; aber auch im Rechtschreibduden und der wie bislang in Zweifelsfällen verwendeten 6. Auflage des UD finden sich mitunter unbemerkte Überraschungen.

Links zum Thema:

Selbstverständlich wurde auch der Online-Turnier-Checker bereits aktualisiert.
Zu beachten ist, dass der SuperDic-Checker noch nicht entsprechend überarbeitet wurde, da bei diesem bereits die Arbeiten an der Umstellung auf den UD7-Wortschatz im Gange sind.

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SDeV veröffentlicht Turnierspielordnung

Freitag 30. April 2010 von Post-it

Scrabble Deutschland e. V. veröffentlicht heute die neue Turnierpsielordnung (TSO), die ein vielköpfiger Ausschuss in den vergangenen Monaten erarbeitete.

Die TSO legt die Regeln für deutschsprachige Scrabble-Turniere fest und klärt häufig gestellte Fragen von Spielern zum Spielablauf. Ziel ist es, für diverse Eventualitäten eine klare Regelung und für Schiedsrichter und Turnierleitung eine Entscheidungsgrundlage zu haben.

Bei der 1. Deutschen Scrabble-Meisterschaft, die in zwei Wochen in Bad Kissingen stattfindet, wird die TSO erstmalig zum Einsatz kommen und in der Praxis erprobt.

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International: Aufregung um Neuerungen

Donnerstag 8. April 2010 von Vektor

Einige britische Scrabbler werden wohl erst einmal auf den Kalender gesehen haben, als in der vergangenen Woche Meldungen über neue Scrabbleregeln die Runde machten: Zukünfig dürfe man die Namen Prominenter legen, Wörter rückwärts buchstabieren und einiges mehr.
Doch für einen Aprilscherz war es zwei Tage zu früh. Sollten also wirklich eiserne Scrabbleregeln auf den Kopf gestellt werden?
Inzwischen herrscht etwas mehr Klarheit: Das klassische Scrabblespiel bleibt natürlich unverändert. Die Neuerungen betreffen nur den Ableger »Scrabble Trickster«, der im Sommer auf den britischen Markt kommen soll. In diesem Spiel eröffnen Bonuskarten dann bislang ungeahnte Möglichkeiten.
Über ein Erscheinen dieser Spielvariante in deutscher Sprache gibt es bislang keine Informationen.

Hier eine unvollständige Übersicht über nationale und internationale Pressemeldungen zu Thema:

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Ergänzende Kommentare zum Regelwerk

Donnerstag 25. Juni 2009 von Vektor

Auch das beste Scrabble-Regelwerk kann nicht verhindern, dass es zu »Grenzfällen« bei der Beurteilung der Gültigkeit kommt. Näher erläutert werden einige Entscheidungskriterien und Einzelfallentscheidungen in ergänzenden Kommentaren zum Regelwerk, die dem Turnierreglement auf www.scrabble.de nun beigefügt wurden.

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Neues Turnierreglement ab 01.09.2008

Donnerstag 10. Juli 2008 von Post-it

Scrabble Deutschland e. V. meldet im heutigen Rundschreiben das Erscheinen eines neuen Turnierreglements zum 01. September dieses Jahres:

… Am 01. September tritt ein neues Reglement in Kraft. In enger Kooperation mit der Dudenredaktion haben wir diverse Unklarheiten beseitigen können. Anlass der Novelle ist übrigens das Erscheinen des »Scrabble-Dudens«, der im Herbst auf den Markt kommt. …

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Milchreise mit dem Männerchore

Donnerstag 22. Mai 2008 von Vektor

In der Auflösung zur ZEIT-Wochenaufgabe aus #20 wurde zur Lösung »Milchreise« die grammatikalische Erklärung »Dativ Singular oder Nominativ Plural von Milchreis« gegeben.

Während die Diskussion über die Gültigkeit als Plural eher inhaltlicher Natur ist, spielen bei der Bewertung der Dativ-E-Erweiterung Details und Interpretationen des Regeltextes die Hauptrolle.

Grundlegend gilt bei Zusammensetzung (Punkt II.6. im Turnierreglement):

  • Zusammengesetzte Substantive dürfen entsprechend den Deklinationsformen des hinten stehenden Nomens gebeugt werden.

Unter Punkt III.3. des Regelwerks finden wir in Bezug auf Substantive:

  • Ein angehängtes –e im Dativ ist zulässig, wenn der Genitiv mit –es oder –[e]s angegeben wird.

Da der Genitiv des hinten stehenden Grundworts »Reis« mit »-[e]s« angegeben ist, scheint die E-Erweiterungsbedingung für »Milchreis« zunächst erfüllt, doch in Punkt III.3. wird noch eine Ausnahme erwähnt:

  • Ausnahmen bilden als Fremdwörter gekennzeichnete Begriffe

Und da bei »Reis« (in der für den Milchreis zuständigen Bedeutung) die Wortherkunft als »<griech.>« angegeben wird, ist die Dativ-E-Erweiterung hier nicht zulässig (das Wort »Reise« ist selbstverständlich dennoch gültig, aber nicht als Dativ von »Reis (Getreide)«).
Der oben zitierte Punkt II.6. scheint nun zu besagen, dass damit auch dem Milchreis kein Dativ-E angehängt werden darf.

Auf Nachfrage erläuterte der Schiedsrichter nun, dass durch die Voranstellung des nicht-fremdwörtlichen »Milch« das gesamte Wort nicht mehr als Fremdwort aufgefasst werde und daher die deutschen Beugungsregeln zur Anwendung kommen und das Dativ-E zulässig sei.

Beim »Milchreis« ist diese Auslegung (die wohl nur schwer mit dem Wortlaut der Regeln in Einklang zu bringen ist) nicht entscheidend (da der gleichlautende Plural ja auch als »gültig« bewertet wurde), wohl aber für das Wort »Männerchore« und einige andere Chor-Zusammensetzungen.
Das Wort »Chore« ist ungültig, da »Chor« ebenfalls mit »<griech.>« als Fremdwort gekennzeichnet ist, in diesem Fall der Plural nicht »Chore« (sondern »Chöre«) lautet und auch keine andere gültige Herleitung für Chore existiert. »Männerchore«, »Kreuzchore«, »Schulchore« sind nach Schiedsrichter-Auslegung erlaubt, »Domchore« und »Madrigalchore« wohl nicht, da auch »Dom« (»<lat.>«) und »Madrigal« (»<ital.>«) als fremdsprachlich gekennzeichnet sind.
Kritisch ist die Bewertung von »Extrachore«, da »extra« im Duden als Fremdwort gekennzeichnet ist (»<lat.>«), das Substantiv »Extra« jedoch nicht.

Ein ähnlicher Fall ist »STYL«, das seine Gültigkeit nicht dem Verb »stylen« verdankt, denn bei Verben aus dem Englischen, bei denen die Aussprache eines Vokals nicht der deutschen Phonetik entspricht und bei denen der Infinitiv in der Herkunftssprache auf –e endet, ist die E-Tilgung nach Regelpunkt III.5. unzulässig. Die deutsche Vorsilbe im Verb »aufstylen« aber sorgt dafür, dass »styl« (wie in »ich styl mich auf«) gültig ist. Im Gegensatz zur Auslegung bei den Substantiven ist dieser Fall im Regelwerk explizit erwähnt.

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»tuen« tut’s nicht

Sonntag 20. April 2008 von Vektor

Im Rahmen der Turboscrabblerunde kam es zu Verwirrung bezüglich der Gültigkeit von »tuen«-Wörtern. Während bislang »tuen« vom Schiedsrichter auf scrabble.de begründet (»Diese Form ist – nach Aussage der Duden-Redaktion – als solche nicht im Duden verzeichnet und als Konjunktiv nicht belegbar.«) für ungültig erklärt worden war, wurde die Anfrage bezüglich »dartuen« positiv beantwortet. Zudem gab es die Information, dass Scrabble-Schiedsrichter, Germanisten und Duden-Redaktion in intensiver Diskussion zu diesem Thema stecken. Gesteigert wurde die Konfusion durch einen offensichtlichen Fehler des Schiedrichters, der »dartuend« für ungültig erklärt hatte, obwohl die Form »tuend« explizit im Duden erwähnt wird.

Inzwischen wurden die Entscheide zu »dartuen« (jetzt ungültig) und »dartuend« (jetzt gültig) korrigiert – die oben angesprochene Diskussion scheint also zu Gunsten der auch in der Vergangenheit gültigen Auslegung beendet worden zu sein.

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