Tierische Verben

Stand: 15.07.2009 – neue Einträge: greifen, muffeln, rentieren

Diese Liste umfasst im Duden verzeichnete Verben, die unmittelbar mit einem Tiernamen in Verbindung stehen. Dabei kann das Verb tatsächlich von diesem Tiernamen abgeleitet sein, mit diesem in inhaltlichem Zusammenhang stehen oder auch nicht. Schade nur, dass »barsch« und »rüde« keine Verben sind.

Für die Idee sowie die Zusammenstellung der Ursprungsliste danken wir Mixy. Die Liste kann mit Eurer Hilfe kontinuierlich ergänzt werden; nutzt hierzu bitte wie üblich die Kommentarfunktion. Verben, die durch D-25 neu hinzukommen, sind in roter Schrift dargestellt.



aalen sich aalen, ugs. für behaglich ausgestreckt sich ausruhen
äffen veraltend für nachahmen; narren
belämmern nordd. für [mit dauernden Bitten] belästigen
berappen ugs. für bezahlen; zu Berapp
betölpeln übertölpeln
böckeln landsch. für nach Bock riechen
bocken
bremsen
dackeln ugs. für (langsam) gehen
drosseln
einigeln sich einigeln
ferkeln
fischeln bes. österr., schweiz. für nach Fisch riechen
fischen
fliegen
(flohen) von fliehen
flöhen nach Flöhen absuchen (laut U-Duden)
fohlen ein Fohlen zur Welt bringen
fuchsen sich fuchsen, ugs. für sich ärgern
gebären
gickeln, gickernlandsch. für kichern
greifen
grillen (engl.) auf dem Grill braten
hamstern
hechten ugs. für einen Hechtsprung machen
kalben ein Kalb werfen
kalbern, kälbern ugs. für umhertollen
kiebitzenugs. für beim [Karten-, Schach]spiel zuschauen
kitzeln
krabbeln
krabben fachspr. für [Geweben] Glätte u. Glanz verleihen
krähen
krebsen Krebse fangen; ugs. für sich mühsam bewegen; erfolglos bleiben
lammen ein Lamm werfen
lausen
luchsenugs. für sehr genau aufpassen
mäuseln (Jägerspr.) das Pfeifen der Mäuse nachahmen
mausen ugs. scherzh. für stehlen; landsch. für Mäuse fangen
möpseln landsch. für muffig riechen
mopsen ugs. für stehlen; sich mopsen, ugs. für sich langweilen; sich ärgern
muffeln ugs. für ständig (mit sehr vollem Mund) kauen; mürrisch sein; schlecht, muffig riechen
ochsen ugs. für angestrengt arbeiten
pudeln ugs. für vorbeiwerfen [beim Kegeln]
rappeln ugs. für klappern; österr. für verrückt sein
rappen einen Rap singen
rattern
reihern ugs. für erbrechen
rentieren Gewinn bringen
rindern brünstig sein [von der Kuh]
robben robbenartig kriechen
(rochen) von riechen
rossen brünstig sein [von der Stute]
sauen (vom Schwein) Junge bekommen
schimmeln
schlängeln sich schlängeln
(schlangen) von schlingen
schleichen
schnäppernSport in Hohlkreuzhaltung springen
(schwammen) von schwimmen
schwanen ugs., mir schwant (ich ahne) etwas
spechten bayr.
spechteln österr. ugs. für spähen, spionieren
spinnen
stären landsch. für brünstig sein nach dem Stär
stieren starr blicken; svw. rindern; bayr., österr. für stochern, stöbern
storchen ugs. für wie ein Storch einherschreiten
stören südd. und österr. für auf der Stör arbeiten; hindern, belästigen
tigern streifig machen; ugs. für irgendwohin gehen
trappeln mit kleinen Schritten rasch gehen
trappen schwer auftreten
trielen südd. für sabbern
unken ugs. für Unglück prophezeien
vögeln derb für Geschlechtsverkehr ausüben
wanzenvolkstüml. für von Wanzen reinigen
wieselnsich schnell bewegen
wölfen gebären [von Wolf u. Hund]
wurmen ugs.; es wurmt (ärgert) mich
zeckenlandsch. für Zeck spielen; necken, reizen
zickeln Ziegenjunge werfen
zicken ugs. für überspannt, launisch, eigensinnig sein

14 Kommentare über “Tierische Verben”

  1. topi schrieb:

    stären
    rossen
    wölfen
    lammen
    pudeln

  2. topi schrieb:

    drosseln

  3. Vektor schrieb:

    Danke, topi!
    Sollten wir »gebären« und »berappen« auch gelten lassen?!

  4. Vektor schrieb:

    »bremsen« kommt auch noch dazu …

  5. topi schrieb:

    spechten
    spechteln
    bocken
    böckeln
    (schwammen)
    (ein)igeln
    schleichen
    trappen
    reihern
    trielen
    robben

  6. Vektor schrieb:

    schwanen, trappeln, belämmern kommen auch noch dazu

  7. mixy schrieb:

    Toll, was ihr alles noch gefunden habt!
    Wie wärs noch mit schlangen (von schlingen) ?!

  8. Vektor schrieb:

    Ehre, wem Ehre gebührt: Für die zahlreichen weiteren Neuzugänge des heutigen Tages ist Usch verantwortlich – herzlichen Dank!

  9. Vektor schrieb:

    wie konnten wir das hier so schön passende »stören« nur so lange übersehen?

  10. mixy schrieb:

    Mit dem neuen Duden gehört demnächst noch ein von mir favorisiertes Verb dazu: dackeln
    « da|ckeln (ugs. für [langsam] gehen); ich dack[e]le »

  11. Vektor schrieb:

    Die Verbform »rochen« war uns bislang durchgegangen …

  12. Aysel schrieb:

    Inwiefern sind denn spechteln und böckeln »tierische« Verben?

  13. Aysel schrieb:

    Ich fand noch:
    faseln
    greifen
    muffeln
    rentieren

  14. Vektor schrieb:

    Wow, Aysel, besonders »rentieren« ist natürlich unverzichtbar in der Liste. Bei »faseln« bin ich nicht so ganz sicher, da »Fasel« nicht die Bezeichnung einer konkreten Tierart ist und daher etwas aus der reihe fällt.
    Zu spechteln/böckeln: So ein eingeschobenes »l« oder auch »r« lassen wir ja durchgehen, wie auch bei mäuseln, schlängeln usw.

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